Zarter Blattsalat mit Röstkürbis & Ziegenkäse

Als ich eben überlegte, warum ich heute so lustlos bin, was das Kochen, Fotografieren und Bloggen angeht, liess ich nochmal die letzte Woche Revue passieren. Alles in allem war nix gross los, aber ich habe ein neues Laptop und musste feststellen: so sehr man sich drüber freut, so nervig ist es dennoch, wenn man alles neu einrichten muss. Absolut alles. Das nimmt ganz schön viel Zeit in Anspruch, man ist nach der Arbeit noch den ganzen Abend damit beschäftigt und hat nicht das Gefühl, dass das jemals ein Ende nimmt.

Dann denkt man, jetzt kann’s endlich losgehen, aber natürlich ist dem nicht so. Mit dem Installieren von Lightroom ist es ja noch lange nicht getan. Da musst ich erstmal mein altes Laptop wieder starten, um nachzusehen, wie die Einstellungen meiner persönlichen Presets waren und so weiter.

Tender Leaf Salad 01

Mit dem neuen – wenn auch besseren – Display des Laptops sieht dann auf einmal auch noch alles anders aus. Und du kannst nicht einschätzen, ob es anders besser aussieht oder einfach nur anders. Wenn’s also heute komisch aussieht, wisst ihr, woran’s liegt :-)

So, jetzt aber genug gejammert und weiter zum Essen. Auf dem Freitags-Markt bin ich diesmal völlig dem Salat verfallen, was ja sehr untypisch für mich ist. Am Käsestand kann’s schon mal mit mir durchgehn, aber nicht am Salatstand.

Tender Leaf Salad 02

Ich sah diese ganzen zarten, jungen Salatblätter – Spinat, Feldsalat, Mangold und Portulak – und hatte eine Vision, wie diese als Salat angerichtet aussehen würden. Leider konnte ich meine Vision nicht umsetzen und hab dann nur versucht, das beste draus zu machen. Ist halt echt blöd, wenn man nicht in einem Loft lebt mit Platz für einen 5 Meter langen alten Esstisch und fantastischem Licht zum Fotografieren :-)

Nun gut, geschmeckt hat er allemal, und zwar ziemlich gut, und ich könnte mir vorstellen, diesen Salat als Vorspeise beim Weihnachtsessen zu servieren.

Der Salat ist ziemlich unaufwendig: Kürbis nach Wahl in Scheiben hobeln und mit wenig Öl, Salz und Limettenzesten bestreichen, dann im Backofen grillen, bis die ersten braunen Stellen erscheinen. Schale nach dem Grillen wegschneiden.

Tender Leaf Salad 03

Das Dressing besteht aus: Limettenzesten, fein geschnittener (nicht wirklich scharfer) Chili, grob gemahlenem Salz, frisch gemahlenem Pfeffer, etwas geriebenem Ingwer, weissem Balsamico und Olivenöl. Dressingzutaten vor dem Grillen des Kürbis anrühren und beiseitestellen, damit es etwas durchzieht.

Salatblätter auf einer grossen Platte anrichten, Kürbis in kleinen Stücken darauf verteilen, weichen, milden Ziegenkäse mit einem Melonen-Kugelausstecher aus der Packung nehmen und ebenfalls über den Salatblättern verteilen. Dressing mit einem Löffel über das Ganze verteilen – der Salat soll nicht in Dressing schwimmen. Mit geröstetem (Knoblauch-)Brot servieren.

Tender Leaf Salad 04

Heisse Schokolade – Ein Experiment

Hot Chocolate Experiment 03

Ich hab mal wieder was in einem Buch aufgeschnappt, das ich ausprobieren wollte. Typ macht für seine Freundin heisse Schokolade nach einem Rezept, das sein Vater in seinem Restaurant benutzt.

Es wird kein genaues Rezept genannt in dem Buch, erwähnt wird aber, dass es eine Mischung aus Milch und Sahne ist, dass die Schokolade 80 % betragen und gehobelt werden muss, und dass etwas Zimt und eine Prise Salz rein müssen.

Hot Chocolate Experiment 04

Sahne – da bin ich gleich dabei, kein Problem. 80 % Schokolade…. puuuh, ne, das hab ich dann nicht über mich gebracht als Milchschokoladenliebhaberin und stattdessen die für mich absolute Obergrenze von 60 % ausprobiert. Statt Zimtpulver hab ich mal wieder ein paar von den sanft duftenden Zimtblüten, die ich besitze, gemörsert, da mir im Vergleich dazu Zimtpulver inzwischen fast schon zu künstlich riecht und schmeckt.

Hot Chocolate Experiment 01

Mein Mischungsverhältnis Milch : Sahne war 2 : 1. Ich habe etwa 1.5 Tassen gemacht aus 300 ml Milch, 150 ml Sahne, 75 g fein gehobelter Schokolade (mit dem Kartoffelschäler von der Schokoladentafel abgekratzt), etwa 8 gemörserten Zimtblüten und einer Prise Salz.

Hat sich das gelohnt? Ich sag’s mal so: Es hat geschmeckt. Wenn ich aber behaupten würde, das sei die weltbeste heisse Schokolade, die ich je getrunken habe, würd ich lügen.

Hot Chocolate Experiment 02

Es war ein nettes Experiment; was mich dabei genervt hat war das Hobeln der Schokolade, was mir dagegen sehr gut geschmeckt hat, war die Prise Salz, die man ganz zart rausgeschmeckt hat. Die Zugabe von Sahne wäre für mich nicht notwendig gewesen, der Zimt vielleicht auch nicht, aber wer weiss, vielleicht sollten der Zimt und das Salz einfach sich geschmacklich ergänzende Gegenpole sein.

Alles in allem – geschadet hat das Experiment nix, und wenn ein Typ daherkäme und unbedingt diese heisse Schokolade für mich kochen wollte, hätt ich auch nix dagegen einzuwenden :-) Probiert’s einfach selber aus!

Hot Chocolate Experiment 05

Kürbis & Ziegenkäse Ravioli

So, heute gibt’s nochmal Kürbis. Ich hatte wieder frei, mit tollem Wetter, war wieder auf dem Wochenmarkt, und wollte dann zum Mittagessen einen Ravioliversuch machen. Den Nudelteig dafür habe ich aus dem Kühlregal mit der Begründung, dass ich zum Experimentieren mit der Füllung nicht unbedingt selbst Nudelteig machen muss, das war mir dann für mich alleine zu aufwendig. Allerdings muss ich nach dem superleckeren Ergebnis sagen, dass ich diesen Nudelteig jederzeit wieder verwenden würde.

Die Füllung ist auch sehr schnell hergestellt, vom Kürbis hab ich nur ein relativ kleines Eck des Achtels verwendet – für insgesamt 14 Ravioli; die Rinde grob weggeschnitten, dann in meine Käsemühle, so eine altmodische, wo man mit der Hand kurbelt. Da kommen dann feine Kürbislöckchen raus.

Kürbis Ravioli 01

Zum Kürbis und dem milden, cremigen Ziegenkäse habe ich Cumin zugegeben; erst dachte ich an Pulver, habe mich dann zu Samen entschieden und diese im Mörser grob zerstossen.

Jetzt noch was, in dem man die Ravioli dann schwenken kann. Hier wollte ich nicht die klassische Salbeibutter nehmen, das war mir zu langweilig, und ich wollte nicht, dass der Salbei den Geschmack der Füllung dominiert. Ich habe dann nur 3 sehr kleine Salbeiblättchen verwendet, dazu Chili gegeben – frisch vom Balkon und nicht besonders scharf, denn die sollte auch nicht dominieren. Kurzfristig hab ich mich dann noch für Rohrohrzucker (das ist der ganz helle) entschieden, der mit den andern beiden Zutaten in die Butter kam. Die süssliche Note durch den Zucker, zusammen mit der sehr leichten Chilischärfe schmeckt wirklich sehr gut.

Kürbis Ravioli 02

Ergebnis? Könnt mich jetzt gleich hinstellen und das nochmal machen! Wie geplant – obwohl ich vorher nicht ganz genau wusste, ob’s funktioniert – dominiert keine der Zutaten. Alle fügen sich zu einer wunderbaren Köstlichkeit zusammen, die auf der Zunge zergeht.

Eins meiner Test-Kriterien ist ja immer, ob ich das für Gäste machen würde: ein klares UNBEDINGT!

Kürbis Ravioli 03

Kürbis & Ziegenkäse Ravioli

kleines Stück Muskatkürbis, ca. 10 x 5 cm
½ TL Cumin Samen, zerstossen
Butter
2 – 3 TL weicher, milder Ziegenkäse
Nudelteig aus dem Kühlregal
2 TL Rohrohrzucker
1 kleinere rote Chili
3 kleine Salbeiblättchen

Kürbishaut entfernen, Kürbis in Stücke schneiden und in Käsemühle mahlen oder Blitzhacker fein hacken.

Etwas Butter in einer kleinen Pfanne erhitzen, darin den Kürbis und das Cumin andünsten. Aus der Pfanne nehmen und etwas abkühlen lassen.

Währenddessen aus dem Nudelteig mit einem runden Keksausstecher eine gerade Anzahl Kreise ausstechen. Danach Nudelwasser mit wenig Salz zum Kochen bringen.

2 – 3 TL Ziegenkäse unter den abgekühlten Kürbis mischen, dann auf die Hälfte der Teigkreise jeweils 1 TL der Masse geben. Die belegten Teigkreise mit den restlichen Kreisen bedecken, dann rundherum mit einer kleinen Gabel zusammendrücken, Kreise umdrehen und auf der Rückseite ebenfalls mit der Gabel die Ränder zusammendrücken.

Sobald das Nudelwasser kocht, die Ravioli in 2 Portionen jeweils etwa 5 Minuten kochen, dann rausschöpfen, auf einen Teller geben und etwas Butter draufgeben, damit sie nicht zusammenkleben.

Während die Ravioli kochen, Salbeiblätter in feine Streifen und Chili in feine Ringe schneiden.

Butter in einer kleinen beschichteten Pfanne erhitzen. Sobald die Butter Bläschen wirft, 2 TL Rohrohrzucker zugeben, dann Salbei und Chili und gut umrühren, damit der Zucker nicht an einer Stelle zum Klumpen karamellisiert. Nicht zu lange erhitzen, die Butter soll sich verfärben, aber nicht braun werden.

Ravioli auf Tellern oder einer Platte anrichten und mit der Salbei-Chili-Butter übergiessen.

Kürbis Ravioli 04

Kürbis Aufstrich

Kürbis Aufstrich 01

Inspiriert von einem kürzlich entdeckten Kürbis Hummus Rezept habe ich mich heute, an diesem wunderschönen sonnigen Tag, auf den Markt begeben, um Kürbisnachschub zu kaufen.

Hängengeblieben bin ich danach am italienischen Stand, wo ein Mann unbedingt wissen musste, was jeder einzelne Käse ist und wie er schmeckt. Ich war die Dritte in der Warteschlange und  verbrachte 20 Minuten an dem Stand. Gut dass das Wetter so fantastisch war und ich frei hatte – und durch die (zugegebenermassen nach einer Weile sehr nervige) Neugier des Mannes bekamen auch die Dame vor mir und ich jeweils eine Kostprobe von allem, was er probieren wollte.

Kürbis Aufstrich 02

Zuhause angekommen, hatte ich dann erstmal keinen grossen Hunger, und die drei Stückchen Brot, die ihr auf den Fotos seht, waren alles, was ich noch zu mir nehmen wollte. Na ja, der Rest des Aufstrichs steht im Kühlschrank, da freu ich mich auch morgen noch drüber.

Gut dass ich grade nochmal recherchiert habe, denn Hummus ist arabisch für Kichererbsen. Man kann also alles an einem Hummus Rezept ersetzen ausser die Kichererbsen, drum gibt es heute Kürbis Aufstrich.

Kürbis Aufstrich 03

Ausser der Sesampaste – Tahini – hat dieser Aufstrich nichts mit Hummus gemeinsam. Schmeckt aber trotzdem ausserordentlich gut. Ich wollte Cumin drin haben, aber ansonsten ist es ein extrem einfacher Mix. Ich hatte überlegt, ob ich die Cumin Samen in der Pfanne trocken röste, entchied mich dann aber dafür, sie grob im Mörser zu zerstossen und einen Teil mit Öl zu mischen, um die Kürbisstücke vor dem Backen damit zu bestreichen, und den Rest in den Aufstrich reinzumischen.

Schmeckt ganz schön gut und ist eine relativ schneller Snack, auch als Vorspeise für Gäste geeignet, vor allem da man das Rösten der Kürbisstücke im Voraus machen kann.

Was die Mengen angeht, kann ich leider nicht so genau sagen, wie gross das Kürbisstück war. Es war ein Muskatkürbis, und ich würde schätzen ich habe ein Achtel gekauft; davon habe ich die Hälfte verarbeitet.

Kürbis Aufstrich 04

Kürbis Aufstrich

1 Stück Muskatkürbis 2.5 TL Cumin Samen 1.5 EL Olivenöl 2 TL Tahini (Sesampaste) Saft von von ca. ½ Limette frisch gemahlenes Salz frisch gemahlener Pfeffer

Kürbis in grössere Stücke schneiden (die Schale kann nach dem Backen entfernt werden, das ist einfacher).

1 TL Cumin Samen im Mörser grob zerstossen, dann mit dem Olivenöl vermengen und die Kürbisstücke von allen Seiten damit bestreichen. Auf ein Backblech legen und bei 200º Umluft 20 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Kürbis komplett abkühlen lassen.

Kürbisschale wegschneiden, dann die Kürbisstücke in etwa 1 cm grosse Stücke schneiden und in einen Mixer oder Blitzhacker geben. Nochmals 1 TL Cumin Samen grob mörsern und zu den Kürbisstücken geben. Etwas Saft von ½ Limetten sowie die Sesampaste zugeben, dann so lange mixen, bis der Kürbis eine relativ feine Konsistenz hat.

Aufstrich mit dem restlichen ½ TL gemörserten Cumin entweder zu frischen oder gerösteten kleinen Brotscheiben servieren (ich habe verschiedene Brötchensorten in 1 cm dicke Scheiben geschnitten) oder die Brotscheiben direkt dick bestreichen und jeweils Salz und Pfeffer frisch drübermahlen.

Kürbis Aufstrich 05

Sahnekekse

Eigentlich laufen diese Kekse bei uns unter Frau Wagner’s Kekse, aber das klingt etwas komisch für ein Rezept… Alles begann mit einem Besuch bei meinen Eltern, wo ich einen hübschen Teller auf dem Couchtisch sah. Was drauf war nahm ich erstmal gar nicht wahr, nur dass der Teller nicht aus dem Sortiment meiner Mutter stammte.

Mein Vater bemerkte meinen Blick auf den Teller, dachte ich beäuge was drauf ist und meinte: Probier mal die Kekse, die schmecken super. Also wenn mein Vater etwas so lobt, dann muss man das probieren. Mein erster Gedanke beim Reinbeissen war: Boah! Was ist DAS denn!? Schmeckt wirklich super.

Sahnekekse 01

Die Sahnekekse – ich hab keinen besseren Namen für diese kleine Kreation gefunden – hatte Frau Wagner, eine Nachbarin, vorbeigebracht. Ich instruierte meine Mutter, schnellstmöglich das Rezept dafür beizuschaffen. Das hat dann allerdings eine Weile gedauert, weil sie sich nicht alles gemerkt hatte, was Frau Wagner ihr erzählt hatte. Was ich rausfinden konnte war, dass die Kekse nicht selbstgebacken waren und dass sie in Milch getaucht werden.

Letzte Woche dann drückte mir meine Mutter eine halbe Tüte Eierkekse in die Hand. Hatte ich zuvor noch nie gesehen oder von gehört, aber das waren die Kekse, die Frau Wagner für ihre Kreation benutzte. Mit genauen Instruktionen bewaffnet ging ich dann nach Hause, und heute hab ich’s endlich auf die Reihe gebracht, die Keksekreation nachzubauen.

Sahnekekse 02

Es ist sowas von einfach, dass man es schon fast gar nicht Rezept nennen kann… Die Mengenangaben von Frau Wagner waren: 1 Tüte Kekse, 2 Becher Sahne, Sahnesteif und Vanillezucker. Im Rezept unten findet ihr meine Mengenangaben, die für 15 Stück gereicht haben.

Die Konsistenz dieser Sahnekekse würde ich aufgeweicht nennen, aber das muss so sein. Die Kekse sollten allerdings auf keinen Fall in der Milch eingeweicht werden, sondern nur kurz durchgezogen, sonst bekommt man einen Matschklumpen.

Eine kleine, schnelle Süssigkeit, wenn man mal unerwartet Besuch bekommt. Oder einfach nur faul mit einer Tasse Kaffee auf dem Balkon abhängt :-) .

Sahnekekse 03

Sahnekekse

  • Servings: 13
  • Time: 10 mins
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300 ml Sahne
1 Päckchen Sahnesteif
1 Päckchen Vanillezucker
26 Eierkekse
etwas Milch
gehackte Mandeln
Kakaopulver

Sahne mit Sahnesteif und Vanillezucker steifschlagen.

Jeweils 2 Kekse kurz durch die Milch ziehen, einen Keks mit Sahne bestreichen, den andern obendraufsetzen. Mit gehackten Mandeln bestreuen und Kakaopulver drübersieben.

Kekse kurz stehenlassen, damit die Milch einziehen kann.

Sahnekekse 04

Chutney von karamellisierten Zwiebeln

Wie schon in meinem letzten Post angedeutet, hatte ich seit längerem vor, Zwiebel Chutney zu machen. Wie so oft hab ich das dann rausgeschoben, bis ich es unbedingt zu meinen Thymian Scones dazuhaben wollte.

Sowohl Ideen als auch Rezepte begegnen einem ja auf den seltsamsten Wegen; ich stöberte durch den Online Shop eines britischen Kaufhauses, landete auf der Seite der Geschirrtücher, und da war’s! Mein Rezept. Auf ein Geschirrtuch gedruckt.

Ich vergrösserte den Bildschirm so gut es ging, tippte mir das – sehr kurze und etwas undetaillierte – Rezept ab und wusste, ich würde ein Chutney von karamellisierten Zwiebeln zu meinen Thymian Scones servieren.

Zwiebel Chutney 01

Das Rezept auf dem Geschirrtuch listete nur die Zutaten auf, nicht in welcher Form die Zwiebeln geschnitten werden sollten, oder ob die Chili entkernt werden muss. Ich entschied mich für feine Zwiebelspalten, weil ich bereits ein ähnliches Chutney so zubereitet hatte und zufrieden damit war. Die Chili war von meinem Balkon, selbstgezogen, und ich habe sie vorher nicht probiert, daher bin ich auf Nummer sicher gegangen und habe die Kerne entfernt. Hätte ich aber nicht müssen, wie ich dann feststellte, man schmeckt die Schärfe – leider – nicht heraus.

Dieses Chutney ist ansonsten aber sehr, sehr gut geworden. Sowohl der braune Zucker als auch die Zugabe von Balsamico machen das Ganze sehr mild. Ich freue mich schon drauf, das meinen Gästen zu servieren.

Noch ein Tip: der Geruch des verkochenden Essigs hält sich gerne länger in der Wohnung als einem lieb ist… am besten möglichst viele Fenster öffnen und schonmal eine Duftkerze bereithalten :-) .

Zwiebel Chutney 02

Chutney von karamellisierten Zwiebeln

8 rote Zwiebeln 1 rote Chili 2 Lorbeerblätter 25 ml Olivenöl 200 g brauner Zucker 150 g Balsamico Essig 150 ml Rotweinessig

Zwiebeln halbieren, dann in sehr feine Halb-Ringe hobeln. Chili aufschneiden, Kerne entfernen (optional), Rest in feine Würfel schneiden.

Olivenöl in einem beschichteten Topf erhitzen und die Zwiebeln und Chiliwürfel zugedeckt 20 Minuten bei niedriger Hitze kochen.

Zucker und beide Essigsorten zugeben und weitere 30 – 45 Minuten bei offenem Topf köcheln lassen. Die Flüssigkeit sollte weitgehend aber nicht komplett verkocht sein.

Chutney in heisse ausgekochte Gläser füllen und abkühlen lassen.

Lauwarm oder kalt servieren. Passt zu herzhaften Scones, kaltem Braten, Käse oder auf’s Sandwich.

Zwiebel Chutney 03