Nachtisch für satte Gäste – Schoko-Erdbeeren

Kennt ihr das? Ihr habt Gäste und wollt sie verwöhnen, also muss auf jeden Fall ein Dessert her. Aber wenn dem Dessert schon drei bis vier Gänge vorausgingen, ist es oft schwer, das Dessert noch zu geniessen, selbst für den Gastgeber. Eigentlich ist man schon pappsatt, aber man will’s natürlich trotzdem essen.

Meine Gäste haben sich bisher immer gefreut, wenn dem Hauptgericht nach einer kleinen Pause dann diese Schoko-Erdbeeren folgten. Sie sind fruchtig, man hat trotzdem was Süsses, und man hat nicht das Gefühl, sich jetzt noch mit aller Gewalt ein Dessert reingedrückt zu haben.

Ich möchte diese Schoko-Erdbeeren hier übrigens nicht als etwas Neues oder gar als kulinarisches Highlight darstellen, das ich womöglich noch erfunden hätte. Nein, ich wollte nur mal dran erinnern, dass es auch kleine, feine Sachen gibt, mit denen man Gäste verzücken kann.

Heute hab ich die “basic” Variante gemacht, d.h. die Erdbeeeren nur in (über dem Wasserbad) geschmolzene Vollmilchschokolade getaucht. Man kann sie aber auch noch verzieren, indem man sie z.B. sofort nach dem Tauchen in Kokosflocken (hierzu passt weisse Schokolade super!) oder gehackten Nüssen rollt. Oder – mal was ganz anderes – in ein wenig (aber wirklich nur wenig!) gemahlenen oder gemörserten Pfeffer, wie Tellycherrypfeffer oder rosa Pfefferbeeren.

In welcher Variante habt ihr diese Schoko-Erdbeeren schon gemacht?

Schnelle Schokoladig-Fruchtige Blätterteigtaschen

Vor ein paar Wochen hatte es mich schon mal gepackt: Couch, Buch, Kaffee – aber nix Süsses dazu. Zum Kühlschrank gerannt, puh – Rolle Blätterteig gefunden, gottseidank. Den Rest improvisiert.

Jetzt erging es mir schon wieder so. Diesmal war ich aber nicht so verzweifelt, sondern hocherfreut, weil ich wusste, dass ich noch eine halbe Blätterteigrolle im Kühlschrank hatte. Auch keine grosse Suche für die Füllung diesesmal, denn ich hatte eine Beerenmischung im Gefrierschrank und Schokostreusel vorrätig.

Ein sehr leckerer Mix – die leicht säuerlichen Früchte und die süsse Schokolade sind eine tolle Kombination -, und das Ergebnis kann sich sehen und schmecken lassen, vor allem dafür, dass es was Schnelles ist und eigentlich “nix Besonderes”. Wenn mich der Süssjieper wieder packt, weiss ich, was zu tun ist!

Schnelle Schokoladig-Fruchtige Blätterteigtaschen

Blätterteig aus dem Kühlregal
Schokostreusel
Tiefkühl-Beerenmix
Puderzucker

Aus dem Blätterteig einfach mit einem grösseren Keksausstecher (alternativ mit einem grösseren Glas) eine gerade Anzahl Kreise ausstechen. Die Teigkreise mit einer Gabel mehrmals einstechen. Tiefkühlbeeren unaufgetaut mit Schokostreuseln vermengen.

Auf die Hälfte der Blätterteigkreise in die Mitte etwas von der Schoko-Beeren-Mischung geben. Die übrigen Teigkreise jeweils auf die beerenbedeckten Hälften legen bzw. darüberstülpen, und die Teigränder mit einer Gabel festdrücken.

Bei 200°C (Umluft 180°C) 25 – 30 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Etwas abkühlen lassen, dann mit Puderzucker bestäuben und lauwarm oder kalt servieren.

Spargel & Ricotta Cannelloni

So, diese Woche gibt’s nochmal Pasta hier. Irgendwie haben mich neulich im Supermarkt die Cannelloni angesprochen, ich dachte an eine Spinat & Feta Füllung und schrieb’s auf meine To Do Liste. Immer wenn mein Blick auf die Cannelloni-Packung fiel, hab ich’s mir allerdings anders überlegt. Bis mir dann letztendlich grüner Spargel in den Sinn kam.

“Zusammengebaut” hab ich dieses Rezept dann teils aus Anregungen auf der Cannelloni-Packung, aus meinen persönlichen Würzvorlieben und einer Tomatensauce, die ich bei Feed The Piglet gesehen und inzwischen schon ausprobiert habe, mit etwas Sherry Essig und Dijon Senf gewürzt.

Spargel & Ricotta Cannelloni

10 Cannelloni
1 süsse Zwiebel, fein gehackt
Olivenöl
250 g Ricotta
500 g grüner Spargel
Salz
frisch gemahlener Pfeffer
Muskat, frisch gerieben
80 g Parmesan, frisch gerieben

Tomatensauce
½ süsse Zwiebel
Olivenöl
1 kleine Dose Tomatenstücke
½ Gemüse-Brühwürfel
200 g Wasser
2 TL Zucker
1 Verschlusskappe Sherry Essig
1 TL Dijon Senf

Spargel schälen (muss allerdings nicht sein bei grünem Spargel) und in kleinere Stücke schneiden. In heissem Salzwasser kochen, bis er gar ist (nicht zu weich, so dass er noch etwas Biss hat). Währenddessen die fein gehackten Zwiebelstücke in Olivenöl schmoren. Die  Hälfte davon für die Tomatensauce später beiseitestellen.

Den gekochten Spargel mit einem Messer kleinhacken, so dass noch Stücke erkennbar sind. Mit dem Ricotta, den geschmorten Zwiebelstücken und 50 g Parmesan gut vermischen, salzen, frisch gemahlenen Pfeffer und frisch geriebenen Muskat unterrühren. Kurz aufkochen, dann nur ein paar Minuten köcheln lassen.

Eine Auflaufform mit Fett ausreiben oder mit Fettspray besprühen. Die Cannelloni mit der Ricotta-Spargel-Masse befüllen und nebeneinander in die Form geben, mit dem restlichen Parmesan bestreuen. Bei 190°C auf mittlerer Schiene 25 – 30 Minuten backen.

Währenddessen die restlichen geschmorten Zwiebelstücke mit den Tomatenstücken in einen Topf geben. Gemüse-Brühwürfel und Wasser zugeben, dann mit Zucker und Pfeffer würzen. Aufkochen und 15 Minuten köcheln lassen, dann den Sherry Essig und den Senf zugeben. So lange köcheln lassen, bis die Tomatensauce etwas eingekocht ist.

Cannelloni auf der Tomatensauce anrichten.

Gebratene Bärlauchravioli auf Ahornsirup-Pecan-Tomaten

Heute mittag habe ich zum ersten Mal die Nudelmaschine meiner Oma vom Schrank geholt. Traurigerweise stand die da seit 16 Jahren unbenutzt. Aber ab sofort wird die Maschine öfter in Gebrauch sein, so viel steht fest!

Ich habe Spargelsuppe mit Bärlauchravioli gemacht, mit einem Nudelteig nach Rezept von Jamie Oliver, und diese Ravioli sind fantastisch geworden. Bei der Überlegung, was ich mit dem Rest machen könnte, ergab ein kurzer Blick durch meine Küche folgendes: anbraten – Cocktailtomaten – Pecannüsse – Ahornsirup.

Gebratene Bärlauchravioli auf Ahornsirup-Pecan-Tomaten

Ravioli
600 g Mehl*
6 Eier (L)
125 g Ricotta
½ Bund Bärlauch (ca. 50 g), fein gehackt
frisch geriebener Muskat
frisch gemahlenes Salz
frisch gemahlener weisser Pfeffer
Butter

Cocktailtomaten, geviertelt
Pecannüsse, zerbröckelt
Ahornsirup

*Das Originalrezept verlangt nach Mehltype ’00′, die ich bisher aber leider in keinem Laden finden konnte. Ich habe stattdessen Dunstmehl verwendet, das extrem fein ist.

Anmerkung: Ich habe nicht den kompletten Nudelteig verarbeitet, sondern maximal ein Viertel. Den Rest habe ich in 4 Stücke geschnitten, leicht ausgerollt und die Stücke jeweils in 1 Liter Gefrierbeutel gepackt und eingefroren.

Für die Raviolifüllung Ricotta mit Bärlauch vermengen und mit etwas Muskatnuss, Salz und Pfeffer würzen. Beiseite stellen.

Für die Ravioli Mehl und Eier zu einem glatten Teig verkneten (ich habe die Küchenmaschine benutzt). Vom Teig ein Stück abschneiden und so dünn ausrollen, dass er durch die Nudelmaschine passt. Das Teigstück nacheinander durch alle Stufen (bei 1, der grössten angefangen) der Nudelmaschine drehen, auf die Arbeitsfläche legen und in gleichgrossen Abständen jeweils 1 Teelöffel von der Füllung geben. (Ich habe den Teig der Länge nach in der Mitte leicht zusammengeklappt, um zu testen, wie tief ich die Füllung setzen kann. Dann einen runden Ausstecher auf der oberen Teighälfte platzieren, Füllung in die Mitte geben, mit dem Ausstecher dem Teigstreifen entlang weiterarbeiten.) Untere Teighälfte nach oben klappen, so dass die Ränder miteinander abschliessen, dann mit dem Ausstecher die Ravioli ausstechen und die Ränder vorsichtig zusammendrücken.

Wenn man den ganzen Teig verarbeitet darauf achten, dass dies schnell geschieht, denn der Teig trocknet schnell aus. Die fertigen Ravioli auf ein leicht bemehltes kleines Blech oder Tablett legen und im Kühlschrank aufbewahren, während der Rest des Teiges verarbeitet wird.

Die Ravioli in mehreren Gängen etwa 5 Minuten in Salzwasser kochen, dann abtropfen lassen. Butter in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Ravioli darin leicht anbräunen, herausnehmen und warmhalten.

In derselben Pfanne die Pecannüsse leicht anrösten, bis sie zu duften beginnen, dann etwas Ahornsirup dazugeben und dieses leicht karamellisieren lassen. Bevor das Sirup fest wird oder anbäckt, die Tomatenviertel dazugeben und kurz erwärmen.

Die Ahornsirup-Pecan-Tomaten auf Teller verteilen und die gerösteten Ravioli darauf verteilen.

Marmelade des Monats – Apfel & Rote Bete

Ganz knapp vor Ende des Tages – und damit vor Ende des Monats – hier noch schnell die Marmelade des Monats, heute morgen frisch produziert.

Wie die Idee zu Apfel & Rote Bete Marmelade entstand, kann ich gar nicht mehr genau sagen. Ich wollte auf jeden Fall mal versuchen, ein Gemüse mit einem Obst zu mischen, und dieser Mix kam mir dann wohl in den Sinn.

Es gibt auch sonst gar nicht so viel zu sagen zu dieser Marmelade, ausser dass sie sehr gut geworden ist. Als ich heute morgen den Rote Bete Saft öffnete und einen Schluck davon probierte, war mein erster Gedanke: “Arrrrgh!” Der zweite war dann: “Na ja, mit den Äpfeln und dem Gelierzucker wird das schon werden.” Und so war’s dann auch.

Man schmeckt auf jeden Fall den Apfel raus, den Zucker sowieso, und wenn man weiss, dass Rote Bete drin ist, schmeckt man das auch raus, finde ich. Herrlich ist auf alle Fälle die Farbe – beim Mixen der Äpfel mit dem Saft war das eine Augenweide. Alles in allem hat sich der Versuch auf jeden Fall gelohnt.

Zur Zutatenmenge: ich hatte etwa 350 g Äpfel und 300 ml Rote Bete Saft verarbeitet. Dazu die entsprechende Menge Gelierzucker 1:1, also 650 g. Ich wollte keine Riesenmenge machen, falls es doch nix wird… Wer diese Marmelade nachkochen möchte, kann also so viel Äpfel und Rote Bete Saft verwenden wie er/sie grade vorrätig hat und mit 1:1 Gelierzucker ergänzen.

Marmelade des Monats – Apfel & Rote Bete

Äpfel
Rote Bete Saft
Gelierzucker 1:1

Äpfel schälen und klein würfeln. Mit dem Rote Bete Saft in einen Mixer geben und pürieren (bis etwa die Konsistenz von Apfelmus entsteht).

Mischung mit dem Gelierzucker in einen hohen Topf geben (wichtig! Wenn Rote Bete Saft überkocht, ist das nicht so schön…) und zum Kochen bringen. Sobald die Mischung richt kocht, unter ständigem Rühren 4 – 5 Minuten lang kochen.

In saubere, trockene Gläser abfüllen und sofort gut verschliessen.

Herzhaft-süssliches Fladenbrot

Vor Jahren hat meine Schwester mal ein Fladenbrot für mich gemacht. Das Rezept dafür hatte ich glücklicherweise da abgelegt, wo’s hingehört, in meinem handgeschriebenen Rezeptbuch.

Als ich mich kürzlich durch verschiedene Blogs las und das Wort Fladenbrot sah, bekam ich einen kreativen Schub, der mich an folgende Zutaten denken liess: rote Zwiebeln – Thymian – Ziegenkäse – rote Trauben.

Und das ist daraus geworden:
Die Zutaten für das Fladenbrot hab ich halbiert, d.h. für ein ganzes normal grosses Blech untenstehende Zutaten verdoppeln!
Mein Problem mit Hefeteig ist immer, dass ich ihn nicht in die von mir gewünschte Form bekomme, egal wie sehr ich ihn mit dem Wellholz maltraitiere, daher ist dieses Fladenbrot eher “Freiform” als eckig geworden.
Ich hatte mir überlegt, das Fladenbrot vor dem Backen mit spanischem Manchego Käse zu bestreuen und den Ziegenkäse erst nach dem Backen drüberzusprenkeln. Daraus wurde nichts, weil ich ein paar Tage vorher schon einen Käse-Jieper hatte und den Manchego mit Trauben aufgegessen habe.
Die roten Zwiebeln habe ich langsam und lange karamellisiert, während der Hefeteig am Gehen war. Das war nur so ein Versuch, der sich aber als sehr gute Idee herausstellte. Die Zwiebeln sind dadurch beim Backen mild und weich geblieben, mit einem nur leicht süsslichen Touch.
Was die Gewürze angeht, konnte ich mich nicht so recht entscheiden und habe deshalb Sumac(h) und Za’atar, das ebenfalls Sumacpulver enthält (und das mir eine liebe Freundin direkt aus Dubai mitgebracht hat – Danke, E!), gemischt.

Herzhaft-süssliches Fladenbrot

Teig
250 g Mehl
65 ml lauwarmes Wasser
½ TL Salz
½ TL Zucker
½ Würfel Hefe, zerbröckelt
50 ml Olivenöl

Belag
1½ rote Zwiebeln
1 EL Olivenöl
1½ EL Rohrohrzucker
100 g Ziegenfrischkäse (z.B. Le Chavroux)
2TL Sumac
2 TL Za’atar
1 TL Thymianblätter
1 handvoll g rote Trauben, kernlos, halbiert

Für den Teig alle Zutaten verkneten (Küchenmaschine, wenn vorhanden), dann 45 Minuten gehen lassen.

Währenddessen Zwiebeln schälen, halbieren und in feine Streifen schneiden. 1 EL Olivenöl in einer kleinen beschichteten Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin ca. 5 Minuten auf höchster Stufe braten. ¾ EL Zucker über die Zwiebeln streuen, gut umrühren und weitere 5 Minuten braten. Dann nochmals ¾ EL Zucker zugeben, umrühren, Hitze herunterschalten (bei Schalter von 1 – 9 Hitze auf 1 – 2 reduzieren). Zwiebeln bei dieser Hitze weitere 10 – 15 Minuten braten, zwischendurch umrühren, danach Hitze abschalten.

Teig nochmals durchkneten, ausrollen, auf einem Backblech platzieren und nochmals 15 Minuten gehen lassen. Nach 10 Minuten Backofen auf 250°C vorheizen.

Den Teig mit den Händen mit etwas Wasser einreiben, Gewürzmischung samt den Thymianblättern daraufstreichen (mit den Händen – Gummihandschuhe!), und dann die Zwiebeln darauf verteilen. 10 Minuten backen.  (Die Backzeit für die doppelte Menge ist eigentlich 20 Minuten, nach 10 Minuten war mein Fladenbrot allerdings aussen schon extrem gut geröstet und innen durch.)

Wenn das Fladenbrot fertiggebacken ist, sofort den Ziegenfrischkäse und die Trauben darauf verteilen.

Und wie schmeckt’s?
Sehr, sehr gut! Alle Zutaten passen hervorragend zusammen. Wer dieses Fladenbrot nachbacken möchte, dem würde ich folgendes empfehlen: Teig relativ dünn ausrollen, alle Zutaten bis zum Rand hin gut verteilen (damit keine trockenen Stellen entstehen), und beim nächsten Mal würde ich auf jeden Fall vom Belag noch mehr draufmachen – mehr Zwiebeln, mehr Käse, mehr Trauben. Und – auf jeden Fall warm bis lauwarm verzehren!