Müsliriegel 4.0

Kürzlich habe ich mich an Müsliriegeln versucht.  Der Hintergrund dazu war, dass ich oft in englischen Büchern über Granola Bars gelesen habe, und diese Teile sehr häufig in Food Blogs auftauchen.  Allerdings hat es mich nicht wirklich interessiert, daher wusste ich auch nicht so genau, woraus die gemacht werden.  Über FoodPress bin ich dann zufällig auf diesen Post gestossen und habe da erst bemerkt, dass es sich dabei quasi um einen Müsliriegel handelt.

Die Fotos in diesem Post auf Shoots & Roots sahen ziemlich ansprechend aus, deshalb beschloss ich  – nach einem kurzen Check meines Küchenschrankes – spontan, mit den mir zur Verfügung stehenden Zutaten Müsliriegel zu machen.  Das Rezept auf Shoots & Roots war ein bereits adaptiertes Rezept, so dass meine Adaption somit die dritte Version war.  Nachdem ich dann leider nach Verzehr meiner Müsliriegel – ebenfalls spontan – feststellen musste, dass ich gegen Paranüsse allergisch bin, habe ich meine 3.0 Version also nochmals adaptiert, womit ich nun bei Müsliriegel 4.0 angekommen bin.

Aber das ist genau das Schöne an diesem Rezept – man kann es als Basis nutzen (Haferflocken, Weizenkleie) und die Nuss- und Trockenfruchtzutaten ganz nach eigenem Geschmack ersetzen.  Ebenso natürlich die Art der Schokolade.

Müsliriegel

375 g Haferflocken
125 g Weizenkleie
125 g Mischung aus Kürbis- und Sonnenblumenkernen
500 g gemischte Nüsse (ich habe Walnüsse, Pecans, Cashews und ungeröstete, ungesalzene Erdnüsse verwendet)
375 g getrocknete Früchte (ich habe getrocknete Cranberries, Mangos und ungeröstete, ungesüsste Kokosnussstreifen verwendet)
60 g Honig
60 g Golden Syrup (ein dickflüssiger Zuckerrohrsirup, erhältlich z.B. in English Shops)
60 g brauner Zucker
2 EL Butter
½ TL Salz
2 TL Vanille-Extrakt (ersatzweise Vanillezucker)
40 g geraspelte Milchschokolade
350 g Vollmilchkuvertüre

Backofen auf 180ºC vorheizen.  Eine flache 24 x 32 cm Backform buttern.

Die Haferflocken mit der Weizenkleie mischen, und zusammen mit den Kernen und Nüssen auf ein zweites kleineres Backblech geben.  Etwa 10 – 15 Minuten im Backofen rösten.  Nach ca. 5 Minuten ein bisschen umrühren, damit alles gleichmässig geröstet wird.

Währenddessen in einem gusseisernen oder beschichteten Topf Honig, Golden Syrup, Zucker, Butter, Vanille-Extrakt und Salz bei mittlerer Hitze erwärmen.  So lange mit einem Metallschneebesen rühren, bis der Zucker komplett aufgelöst ist.  [Es sollte ein etwas grösserer Topf sein, in den später noch die Trockenzutaten reinpassen!  Beim ersten Versuch hatte ich schon nach einem kleinen Topf gegriffen und mich grade noch dran erinnert, dass noch mehr Zutaten dazukommen.]

Die Trockenzutaten aus dem Backofen nehmen, und Hitze auf 150ºC reduzieren.  Zutaten zu der Zuckermischung geben, die Trockenfrüchte zufügen und gut umrühren, damit alles gleichmässig von der Zuckermischung umgeben ist.

Alles in die gebutterte Backform geben. Die geraspelte Schokolade dazugeben, etwas durchrühren, dann flachdrücken, um eine glatte Oberfläche zu bekommen.

Weitere 25 Minuten backen, aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

Kuvertüre über einem heissen Wasserbad schmelzen und über die abgekühlte Müslimischung giessen.  Abkühlen lassen, bis die Schokolade fest ist.  [Ich habe den Müslimix 10 Minuten abkühlen lassen und dann zum weiteren Kühlen in den Kühlschrank gestellt.]

Die Müsliriegel nach Belieben entweder in Vierecke schneiden oder einfach in Teile brechen.

Wenn die Riegel nicht sofort verzehrt werden, am besten im Kühlschrank aufbewahren.  Zum Verschenken einzeln in Butterbrotpapier packen und mit hübschem Geschenkklebeband zukleben.

Trotz der langen Zutatenliste ist dieses Rezept sehr einfach und geht schnell – und man kann sich sehr beliebt machen damit 😉

Noch etwas zu den Zutaten:  die Honig-Golden Syrup Mischung  ist meine Eigenkreation, weil ich es nicht mag, wenn man den Honig zu sehr rausschmeckt.  Wer keinen Golden Syrup bekommt, nimmt einfach 120 ml Honig.

Bei Vanille-Extrakt lieber nicht den künstlichen Extrakt in diesen kleinen Röhrchen nehmen, dann lieber auf Vanillezucker zurückgreifen.  Ich benutze natürliches Vanille-Extrakt aus der Flasche, nicht ganz billig, und bisher habe ich den nur über Online Shops erhalten, wird es aber bestimmt auch im Reformhaus geben.

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