Heute bleibt die Küche kalt…

…denn zum ersten Mal hat was gar nicht funktioniert.  Es ist schon ab und zu mal so, dass etwas für meine Ansprüche nicht gut geworden ist, z.B. nicht so aussieht wie im Kochbuch abgebildet, aber das Endergebnis war immer sehr geniessbar.  Und auch die Fotos, die ich selbst dazu gemacht habe, waren den Umständen entsprechend akzeptabel.  Aber heute – also das war optisch ein gigantischer Reinfall.  Obwohl das Endprodukt sehr gut geschmeckt hat.  Aber vielleicht sollte ich mal erwähnen, worum es geht.

Grüne Spiegeleier.  Neulich habe ich mein Bücherregal ausgemistet, quergelegt und neu eingeräumt.  Beim Ausmisten entdeckte ich hinter einer Reihe Kochbücher einen Riiiiiesenstapel herausgerissener Rezeptseiten, entnommen aus der Zeitschriftenreihe Kreativ Küche.  Die Zeitungen selbst hatte ich schon bei der letzten Ausmistaktion entsorgt und nur das zurückbehalten, was gut aussah und ich evtentuell mal ausprobieren wollen würde.  Also mit dem Rezeptestapel und einer Tasse Kaffe auf die Couch und nochmals durchgeschaut und den Stapel weiter entmüllt.  Da sprang mir dieses fantastisch aussehende grüne Spiegelei regelrecht entgegen, ich war neugierig, wie das wohl gemacht wurde.  Ah, ganz einfach!  Also genau mein Ding.  Zutaten besorgt, und heute morgen ab in die Küche.

Grüne Spiegeleier

4 Eier
30 g Butter
1 Bund Schnittlauch
1 Handvoll Kerbel

Schnittlauch in Röllchen schneiden, Kerbelblättchen abzupfen und hacken.

Eier trennen, dabei die Eigelbe in jeweils 4 Behältnisse gleiten lassen.  Eiweisse mit den Kräutern verquirlen, dabei soll das Eiweiss nicht aufschäumen.  Eiweisse in 4 Portionen in die gebutterte Pfanne geben, anbraten, sobald die Eiweisse von unten zu stocken beginnen, vorsichtig jeweils 1 Eigelb auf jedes Eiweiss setzen.

Jetzt sah mein Eiweiss schon mal gar nicht wie das in der Zeitschrift aus.  Da sah man nämlich nicht nur die Kräuter, sondern das ganze Eiweiss war quasi grün eingefärbt.  Und das könnte eventuell genau der Punkt sein – es war womöglich eingefärbt, die Frage ist nur, ob vor dem Braten oder bei der Bildbearbeitung…

Als mein Ei dann durchgebraten war, sah es noch schlimmer aus.  Und da fiel mir dann auf, dass das Eigelb auf dem Bild roh aussah, also perfekt gebratenes Eiweiss mit rohem Eigelb drauf.  Hätte mir vielleicht schon vorher auffallen können, dann hätte ich mir keine Illusionen gemacht, dass meine Kreation nach dem Durchbraten so aussehen muss.

Zu allem Unmut kam auch noch dazu, dass das Wetter heute morgen fürchterlich war.  Damit will ich mich herausreden, weil ich absolut kein einziges akzeptables Bild zustandegebracht habe.  Es war dunkel, ich wollte kein Kunstlicht verwenden, hatte mich darauf verlassen, dass das Endergebnis dieser Aktion voll super sein würde, so dass ich auch bei schlechtem Licht wenigstens 1 tolles Bild vorzuweisen hätte.  Alles in allem also eine ziemlich frustrierende Aktion trotz der unglaublichen Einfachheit des Rezeptes!

Was ich allerdings unbedingt nochmals betonen muss, ist, dass das Kräuterei hervorragend geschmeckt hat!  Vielleicht ist es nochmal einen Versuch wert…

 

 

Advertisements

Kommentare, Anregungen oder Kritik?

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s