Kartoffelschnitz & Spatzen

Wie – gar nichts Weihnachtliches heute? Nein, und zwar bewusst. Ab morgen geht die dreitägige Weihnachtsesserei los, da war mir nach etwas Einfachem, Bodenständigem heute. Kartoffelschnitz und Spatzen (= Spätzle) ist ein Gericht, mit dem ich aufgewachsen bin. Das gab’s dann meistens an einem Samstag, zwischen dem Wocheneinkauf und dem Hausputz.

Kartoffelschnitz + Spatzen 01

Als ich heute mit dem Kochen begann, war die Frage: Spätzle – selbstgemacht oder gekauft? Es gibt ja sehr gute Spätzle von diversen Herstellern, allerdings packte mich dann plötzlich der Ehrgeiz. Es kommt leider viel zu selten vor, dass ich Spätzle selbst mache, weil man die halt nicht mal schnell so macht. Da muss man schon ein klein wenig Zeit investieren. Und dann ist da noch die Sache mit dem Teig schlagen, bis er Blasen wirft. Puh. Das kann sehr anstrengend sein. Dann fiel mein Blick allerdings auf meine Küchenmaschine, die ich dann somit zum Spätzleteig-Test herausforderte. Das war eine gute Idee, ich schätze mal, es wird jetzt öfter selbstgemachte Spätzle geben…

Kartoffelschnitz + Spatzen 02

Die nächste Frage war dann: den Teig durch die Spätzlemaschine jagen oder von Hand schaben? Auch hier entschied der Ehrgeiz. Allerdings muss ich das noch ganz schön lange üben, bevor das Ergebnis gut aussieht. Meine Spätzle wurden recht dick anstatt lang und fein. Dem Geschmack hat das jedoch keinen Abbruch getan. Was die Suppe angeht, die kann man natürlich auch komplett selbst machen mit Rinderknochen und Suppengrün. So weit wollte ich den Aufwand allerdings nicht treiben. Die Fleischbrühwürfel-Variante schmeckt genauso gut.

Trotz der etwas rustikal aussehenden Spätzle bin ich mit dem Ergebnis dieser Kochaktion vollstens zufrieden. Ein einfaches und sättigendes Gericht.

Kartoffelschnitz + Spatzen 03

Kartoffelschnitz & Spatzen

500 g Mehl
4 Eier (M)
4 TL Salz
Wasser

1 Zwiebel
Butter
4 – 6 mittelgrosse Kartoffeln
1 l Fleischbrühe (Pulver oder Brühwürfel)
3 Paar Saitenwürstchen (alternativ Frankfurter oder Wiener)

4 Portionen

Für die Spätzle Mehl, Eier und Salz gut verkneten (Handmixer oder Küchenmaschine). Der Teig muss nass und klebrig sein, d.h. man muss auf alle Fälle etwas Wasser zugeben. Die Menge hängt von der Eiergrösse ab, ich habe ca. 125 ml zugegeben. Den Teig so lange schlagen, bis er Blasen wirft (mindestens 15 Minuten).

Für die Suppe die Würstchen in Scheiben schneiden. Kartoffeln schälen und in grössere Würfel schneiden. Zwiebel halbieren, in feinere Ringe schneiden und in etwas Butter dünsten, bis sie beginnen anzubräunen. Mit 1 l Fleischbrühe bzw. Wasser mit Brühwürfel oder -pulver auffüllen, Kartoffelwürfel zugeben und so lange kochen, bis die Kartoffelwürfel gar sind. Hitze auf Minimalwärme runterschalten.

Inzwischen Nudelwasser erhitzen und den Spätzleteig verarbeiten – entweder durch die Spätzlemaschine in das kochende Wasser drücken oder Teig portionsweise auf ein kleineres Brett geben und mit einem Messer den Teig in das kochende Wasser schaben. Sobald die Spätzle an der Oberfläche schwimmen, aus dem Wasser heben und in eine Schüssel geben.

Wenn die Spätzle fertig sind, die Würstchenscheiben zur Suppe geben und nochmals kurz aufkochen.

Zum Servieren die Spätzle auf Suppenteller oder -schüsseln verteilen und die Suppe drübergeben.

Rezept zum Download als pdf

Kartoffelschnitz + Spatzen 04

Anmerkungen:
Für die Spätzle habe ich Dunstmehl benutzt, das ist ein sehr feines Mehl speziell zum Backen oder für Spätzleteig.
Die Brühe habe ich aus 1 l Wasser plus 3 EL gekörnte Brühe und 1 Brühwürfel gemacht.
Das Nudelwasser habe ich nicht gesalzen, da im Teig schon viel Salz war und die Brühe ebenfalls gesalzen ist.

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