Cashew & Pistazien Cantuccini

Manchmal ist es echt unglaublich, wie lange man etwas – zudem auch noch grundlos – vor sich herschiebt. Vor Jahren hatte ich das Cantuccini Rezept der Freundin einer Freundin ergattert, weil die Variante mir super schmeckte. Und als ich dann mal ein paar Jahre später Cantuccini backen wollte, konnte ich natürlich das Rezept nicht mehr finden.

Als ich letzten Dezember mein Weihnachtsbackbuch durchstöberte, fand ich ein Cantuccini Rezept, allerdings mit Anis, was ich gar nicht mag. Damit ich’s aber nicht wieder vergesse, liegt das Buch seitdem in meiner Küche. Ich hatte die Vision von Pistazien statt Mandeln, aber die sind ja dermassen teuer, dass ich beschloss, noch Cashews unterzumischen, da ich beide Nussarten liebe.

Die nächste Adaption war, dass ich den Teig am Ende teilte, um unter eine Hälfte Kakaopulver zu mischen. Das war eine gute Idee, allerdings hätte es ruhig viel mehr Kakao sein dürfen – ich hatte vorsichtshalber mal nur 1 TL untergemischt. Ansonsten sind die Cantuccini sowohl von der Konsistenz als auch vom Geschmack her sehr gut geworden, wobei ich sagen muss, dass man leider nicht herausschmeckt, welche Nussarten sich darin verbergen. Wer es lieber klassisch mag, dem wird eventuell der charakteristische Mandelgeschmack fehlen.

Vom Aufwand her sind diese Cantuccini genau gleich wie Mandel-Cantuccini, vom Zutatenpreis her allerdings sind die Mandeln klar günstiger, aber bei so “no risk, no fun” Aktionen muss man eben mal was investieren… Und das Ergebnis ist wie gesagt Geschmackssache – klassisch bleiben oder mal was neues probieren, das muss jeder für sich entscheiden. Bei uns Schwaben ist es ja eh so: wenn das Gebäck nicht mehr ganz frisch ist oder nicht so schmeckt wie erwartet, wird’s in den Kaffee getunkt. 🙂

Cashew & Pistazien Cantuccini
adaptiert aus Regine Stroner’s “Bald ist Weihnachten”

60 g Pistazien
100 g Cashews
250 g Mehl
200 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz
1 TL Backpulver
2 Eier (Grösse L)
Kakaopulver (optional)

Nüsse grob hacken und mit allen anderen Zutaten vermischen. Sollte der Teig zu trocken sein, etwas Milch unterkneten, bei zu klebrigem Teig Mehl einarbeiten. [Ich habe entgegen der Anleitung Eier Grösse M benutzt. Der Teig war trotzdem gut zu verarbeiten.] Wer die Schokovariante ausprobieren will, halbiert hier den Teig und fügt der einen Hälfte ungesüsstes Kakaopulver bei.

Backofen auf 180°C (Umluft 160°C) vorheizen. Aus dem Teig mehrere Rollen formen und mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. 25 Minuten backen. [Die Teigmenge hat bei mir 2 Rollen ergeben.]

Nach der Backzeit die Rollen in Scheiben schneiden und diese etwas auseinanderziehen, damit der Teig besser trocknen kann. Blech für weitere 15 Minuten in den Ofen geben, danach auskühlen lassen.

Advertisements

Kommentare, Anregungen oder Kritik?

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s