Kopenhagener

Freitag morgen auf dem Weg zur Arbeit in meiner Lieblingsbäckerei. Da schau ich immer, was so in der Auslage liegt, das ich vielleicht mal zuhause selber backen könnte. Wenn ich was finde, nehm ich ein Teil mit, und bevor ich’s esse, seziere ich es, um genau rauszufinden, aus was es besteht und wie es zusammengebaut ist.

Kopenhagener 01

Diese Woche stachen mir Kopenhagener ins Auge. Obwohl die von aussen super lecker aussahen, erst mal fragen, was drin ist. Fällt das Wort Rosinen, dann kommt es schonmal nicht in Frage. Aber Glück gehabt, die Verkäuferin sagt es sei eins ihrer Lieblingsstücke mit Marzipan und Haselnüssen gefüllt, und obendrauf mit Mandelplättchen belegt.

Kopenhagener 02

Auf dem Nachhauseweg hab ich noch überlegt, ob ich alles zuhause habe, was ich dafür bräuchte und hab noch einen Abstecher in den Supermarkt gemacht, um Blätterteig zu holen. Das Original war aus sehr weichem Blätterteig, der gar nicht so sehr krümelte, deshalb dachte ich, ich nehm mal Butterblätterteig, dann wird’s schon. War ja klar, dass es dann keinen gab im Supermarkt, so musst ich mich mit normalem Blätterteig zufriedengeben.

Kopenhagener 03

Gelohnt hat sich’s trotzdem. Meine Heimversion ist in weniger als 10 Minuten zusammengebaut, 30 Minuten im Ofen, herrlicher Geruch in der Küche und ein leckeres Teil zum Kaffee. Mein Kopenhagener ist nicht so süss wie der aus der Bäckerei, der kleine Süsse-Kick kommt mit dem ersten Biss ins Marzipan, und du denkst Ooooooh leeeecker

Kopenhagener 06

Kopenhagener

1 Rolle Blätterteig (Kühlregal, nicht Tiefkühl!)
Kakaopulver
Marzipanrohmasse
gehackte, geröstete Haselnüsse
Mandelblättchen
Sirup oder Gelee zum Bestreichen
Puderzucker zum Dekorieren

Kopenhagener 04

Blätterteig ausrollen und in 8 gleichgrosse Rechtecke schneiden. Mit etwas Kakaopulver besieben.

Marzipan in etwa 3 mm dicke Scheiben schneiden, jeweils 1 Stück in die Mitte der Teigplatten legen, dann mit Haselnüssen bestreuen.

Teig übereinanderschlagen und leicht zusammendrücken, die Enden ebenfalls zusammendrücken. Mit Sirup oder Gelee bestreichen und die Mandelblättchen draufkleben. [Ich hatte zufällig Mr. Tom Riegel gemacht und noch etwas von der aufgekochten Butter-Zucker-Masse übrig und habe die Kopenhagener damit bestrichen. Ansonsten hätte ich z.B. Agavensirup oder ein helles Gelee benutzt.]

Bei 160°C Ober-/Unterhitze erst 20 Minuten backen, Bräunungsgrad prüfen, dann so lange weiterbacken, bis die Oberfläche leicht zu bräunen beginnt. Aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen, dann mit etwas Puderzucker besiebt servieren.

Rezept zum Download als pdf

Kopenhagener 05

Update: Ich habe diese Kopenhagener letzte Woche nochmal gemacht, und zwar mit mehr Marzipan drin – die Stücke waren fast so lang wie der Teig, mit etwa 0,5 cm Rand. Das war eindeutig besser als meine erste Variante mit einer im Vergleich dazu konservativen Menge, da das Marzipan für die nötige Süsse sorgt. Bestrichen habe die Kopenhagener diesmal mit leicht erwärmtem Birnengelee, dann die Mandelblättchen draufgeklebt. Meine Gäste dachten, ich hätte die Teile aus der Bäckerei…

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2 thoughts on “Kopenhagener

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