Panna Cotta vom Roten Weinbergpfirsich Tee

Das hört sich gut an, oder? Aber dazu muss ich euch gleich noch was erzählen.

Alles begann mit meiner Mega-Küchenausräumaktion am letzten langen Wochenende. Die komplette Küche hab ich geleert, alles was nicht niet- und nagelfest war wurde erstmal im Flur abgestellt. Die Küche wurde dann von oben bis unten auf Hochglanz gebracht, während nebenbei noch entsorgt wurde. Küchenzeugs, das ich nicht (mehr) brauche, egal ob alt oder neu und noch unbenutzt und seit Jahren im Schrank (schon schlimm eigentlich, dass das überhaupt vorkommt), und dasselbe dann noch für Lebensmittel.

Dabei fiel mir dann ein Päckchen Früchtetee in die Hände, der noch ungeöffnet, dafür aber noch haltbar war. Der Tee war ein Geschenk und unbenutzt, weil ich einfach keine aromatisierten Tees oder diese Pseudo-Früchtetees trinke. Schwarzer Tee, Minze und Hagebutte, mehr mag ich nicht. Aber der Geruch dieses Tees, der sich Roter Weinbergpfirsich Tee nannte… ein Traum. Nicht künstlich, nur pfirsichig (gibts glaub gar nicht das Wort, gell…). Irgendwie zu schade zum Entsorgen.

Vineyard Peach Panna Cotta 02

Wer meine Blogs schon öfter besucht hat, dem sind mit Sicherheit schon sehr, sehr viele Panna Cotta Rezepte begegnet. Und dieser Weinbergpfirsich Tee war für mich prädestiniert für ein Panna Cotta. Und nach diesen ellenlangen Ausschweifungen kommen wir wieder zurück auf meinen ersten Satz. Hört sich gut an. Während die Sahne ihre Weinbergpfirsich Tee Infusion bekam, las ich die Zutatenliste auf der Teepackung. Keine. Spur. Von. Weinbergfirsich. Keine! Apfelstücke, Hibiskusblüten und einiges mehr, plus Aroma. Da stand nicht mal Pfirsicharoma, sondern nur Aroma. Da war ich ganz schön empört drüber, das kann ich euch sagen. Und zu mir selbst sagte ich laut: Genau aus diesem Grund mag ich diesen aromatisierten Teekram nicht!

Ich zog das Ding aber voll durch und kann berichten, dass es gut geworden ist. Nicht supertoll, aber schon so gut, dass ich es Gästen servieren würde, was ja immer mein Kriterium ist. Ich hatte den Tee schon extra nicht so lange in der Sahne eingeweicht, damit das Ganze nicht bitter wird, aber es hätte einen Tacken kürzer sein können. Ein bisschen mehr Zucker hätte auch gut gepasst, ich hatte von meinen üblichen 50 g auf 30 g reduziert. Im Rezept findet ihr daher die 50 g und eine verkürzte Infusionszeit.

Was man noch beachten sollte: normalerweise reichen 500 ml Sahne in meinen Förmchen für 4 Stück. Allerdings hat der Tee so viel von der Sahne aufgesogen, dass es trotz Ausdrücken des Teebeutels nur für 3 Stück reichte.

Zum Panna Cotta hatte ich glücklicherweise noch echte Weinbergpfirsiche auf dem Markt gefunden. Die hab ich mit Rohrzucker bestreut und mit dem Hobby-Flammenwerfer – also dem Crème Brûlée Brenner – flambiert.

Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit diesem Rezept. Dennoch werd ich das nächste Mal darauf achten, dass auch das drin ist, was draufsteht 🙂

Vineyard Peach Panna Cotta 03

Panna Cotta vom Roten Weinbergpfirsich Tee

500 ml Sahne
50 g Zucker
3 TL Roter Weinbergpfirsich Tee
4 Blatt Gelatine
1 Weinbergpfirsich zur Deko
Rohrohrzucker

Tee in einen Teebeutel oder ein Teesieb geben und in der Sahne erhitzen. Sahne nicht zum Kochen bringen – sobald sich Bläschen bilden vom Herd nehmen. Teebeutel in der Sahne maximal 45 Minuten ziehen lassen. [Es bildet sich beim Erkalten Haut, die aber später beim Aufkochen weggerührt wird.]

Kurz vor der Entnahme des Teebeutels Gelatine in kaltem Wasser einweichen.

Nach der Infusionszeit den Teebeutel leicht ausdrücken und entfernen, Zucker zur Sahne geben und aufkochen. 12 Minuten köcheln lassen. Vom Herd nehmen.

Gelatineblätter gut ausdrücken und mit dem Schneebesen in die warme Sahne einrühren. Sofort in Förmchen füllen und in den Kühlschrank stellen, für mindestens 3 Stunden oder über Nacht.

Vor dem Servieren Weinbergpfirsich in feine Spalten schneiden, mit etwas Rohrohrzucker bestreuen und flambieren.

Vineyard Peach Panna Cotta 01

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4 thoughts on “Panna Cotta vom Roten Weinbergpfirsich Tee

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