Zwiebelringe {Onion Rings}

In meinem letzten Post hatte ich ja schon berichtet, dass es einige Male Zwiebelringe gab während meines USA Urlaubs, und als ich so dran zurückdachte, fiel mir auf, dass es das bei uns eigentlich gar nicht so gibt. Oder lieg ich da falsch und halte mich an den falschen Orten auf? Ausser bei den Fast Food Ketten oder der ein oder anderen amerikanisch angehauchten Burgerbude hab ich das noch nicht wirklich wo gesehen.

Naja, jedenfalls stand für mich schon im Urlaub fest, dass ich das mal zuhause ausprobieren würde. Ich hab mir mal wieder als Basisrezept eines von BBC Food hergeholt (ein Video gibts auch dazu), das ich dann aber modifiziert habe.

Das Mineralwasser im Teig hab ich durch Bier ersetzt (ein IPA) und noch etwas Paprikapulver dazugegeben. Zum Teig musste ich noch einen Schuss Wasser geben, da er zu zähflüssig war, aber ansonsten hat alles wunderbar geklappt.

Im BBC Rezept steht zur Würzung nur “grosszügig würzen”, das wurden dann bei mir 2 TL Salz und ½ TL Paprikapulver; ersteres war perfekt, den Paprika hat man allerdings nicht wirklich herausgeschmeckt. Würde ich nächstes Mal eventuell noch mit experimentieren.

Zur Zwiebel sollte ich vielleicht auch noch was sagen: ich habe eine grosse gelbe süsse Gemüsezwiebel genommen, die reicht aus für 3 – 4 Portionen als Vorspeise oder 2 Portionen als Hauptgericht.

Mit dem Gesamtergebnis war ich hochzufrieden – schöne gelbe, knusprige Zwiebelringe, die man man beim Abtropfen unbedingt etwas auseinander auf Küchentuch verteilen sollte, da sie übereinander schnell weich werden. Am besten schmecken die Zwiebelringe direkt frisch aus dem Topf, pur oder mit Dips – mein weisser Dip, den ihr auf den Fotos seht, ist übrigens low fat Mayo mit Sahnemeerrettich gemischt, das hat eine feine Schärfe und passt super zu Zwiebelringen.

Ich frittiere ja nur alle paar Jahre mal etwas, und der Grund dafür ist nicht dass es ungesund sein soll, sondern dass ich es absolut nicht mag, mit heissem Öl zu hantieren. Nennt mich Frau Paranoia, aber auch heute hatte ich mal wieder während der Frittieraktion die Feuerlöschdecke in der Küche griffbereit…

Das Öl lasse ich nach dem Frittieren übrigens erkalten und giesse es mit Hilfe eines Trichters wieder in die Flasche zurück. Da es bei uns leider keine Ölentsorgungsmöglichkeit gibt, ist das der beste Weg, es in der Flasche über den Hausmüll zu entsorgen.

Ich habe heute zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, wenn ich schon Öl erhitze, und für meinen englischen Blog Shoestring Onions, schnürsenkeldünne frittierte Zwiebeln, gemacht. Klickt rüber, wenn’s euch interessiert.

Zwiebelringe {Onion Rings}

  • Servings: 2 - 4 Portionen
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1 grosse süsse Gemüsezwiebel
150 g Mehl
180 ml helles Bier [z.B. IPA]
ca. 2 TL Salz
½ TL Edelsüsspaprika
1 l Sonnenblumenöl
schwerer bzw. dickwandiger Topf

Zwiebel schälen und in ca. 1 cm dicke Ringe schneiden.

Mehl mit Salz und Paprika mischen, Bier zugeben und zu einem glatten Teig verrühren. Der Teig sollte etwas zäh sein, ist er allerdings zu zäh, einen Schuss Wasser zugeben.

Öl auf 180°C erhitzen. Zwiebelringe in den Teig tauchen und nach und nach im Öl ausbacken. Mit einer Kelle aus dem Öl holen und auf mehreren Schichten Küchenpapier nebeneinander abtropfen lassen.

Sofort servieren.

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