Scheiben-Ratatouille

Ich hab mal wieder schön viel Gemüse aus dem elterlichen Garten bekommen. Zuerst kamen die Tomaten, daraus hab ich Tomatensauce gemacht. Darauf folgten die Zucchini, eigentlich mehr als man braucht, aber ich nehm alles, was ich kriege, denn ich esse jeden Tag Gemüse.

Auberginen und Paprika hatte ich grade eingekauft, und normalerweise schneid ich zweimal die Woche alles klein, würze es und schmeiss es auf ein Backblech. Im Ofen gegart oder gegrillt ist das immer eine tolle Beilage, ich mische es mit Eisbergsalat, oder ich geb geräucherten Tofu oder Hähnchen mit aufs Blech für eine volle Mahlzeit.

Manchmal mach ich auch Ratatouille draus, und da fiel mir ein, dass ich online immer diese toll aussehenden Ratatouille-Varianten sehe, gemacht aus Gemüsescheiben, die in der Auflaufform stehen. Also hab ich das ausprobiert. Ergebnis? So la-la. Warum, das erzähl ich euch gleich.

Erst hatte ich nochmal ein paar Rezepte online angeschaut, was die so machen, dass das nicht einfach trockenes Gemüse wird hinterher. Tomatensauce auf den Boden der Auflaufform. Super, hatte ja grade Sauce gemacht. Ich hab mich dann für eine Variante entschieden, bei der das Gemüse mit Alufolie abgedeckt wird, damit es im Backofen dämpft.

Da ich einen grossen Topf Tomatensauce gemacht hatte, hab ich die Auflaufform bis zur Hälfte mit Sauce gefüllt, dann die Gemüsescheiben arrangiert, etwas Salz, Pfeffer und Öl drübergegeben, etwas frischen Thymian dazwischen platziert, und ab in den Ofen.

Die im Rezept genannte Garzeit sollte 20 – 30 Minuten sein. Nach 20 Minuten sah das Gemüse leider immer noch sehr roh aus. Ich hab noch Sauce nachgefüllt und das inzwischen unten etwas weichere Gemüse etwas umpositioniert damit der Winkel ermöglicht, dass es mehr Sauce abbekommt und besser gart.

Das war allerdings vergebliche Liebesmüh. Letztendlich hatte ich dann nach 40 Minuten keine Geduld mehr, hab die Alufolie entfernt und nochmal 20 Minuten nachgebacken.

Für mich hat sich das Aufhübschen des Ratatouilles nicht gelohnt. Die Auberginenscheiben waren nach 1 Stunde Backzeit nicht so wie ich sie mir vorgestellt hatte. Zum Essen finde ich die Scheiben etwas unpraktisch, und geschmeckt hat es nur, weil’s meine hausgemachte Tomatensauce rausgerissen hat.

Die ist übrigens sehr einfach: 1 Zwiebel und 2 Knoblauchzehen hacken, in etwas Öl mit 2 TL Rohrohrzucker dünsten, dann 3 EL Paprika-Tomaten-Mark zugeben. Kleingeschnittene Tomaten zugeben, aufkochen, nach 10 Minuten runterschalten, noch 1 EL Rohrohrzucker untermischen und bei kleiner 1 Stunde köcheln lassen.

Ich bevorzuge definitiv die traditionelle Ratatouillevariante – dieselben Zutaten aber das Gemüse in grosse Würfel geschnitten, das Ganze dann in hausgemachter Tomatensauce auf dem Herd gegart.

Naja, einen Versuch war’s wert. Aber manchmal ist das Altbewährte eben doch das Beste.

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