Feta Filo Päckchen

Hallo an diesem wunderschönen, sonnigen, warmen Oktobertag. An dem ich ehrlichgestanden überhaupt keine Lust habe, einen Blog Post zu schreiben. Zur Food Fotografie hat mich keiner überreden müssen, aber das Schreiben… *seufz*. Am Ende des Posts findet ihr noch eine kleine Info dazu, aber erstmal zu den leckeren Feta Filo Päckchen.

Kennt ihr das – der Kühlschrank ist voll, der Vorratsschrank auch. Man hat Hunger, guckt alles durch, registriert zwar alles, was da ist, aber man ist völlig einfallslos, was man draus machen soll. Nix Aufwendiges. Vielleicht nur ein Snack? Warm oder kalt? Und dann geht das kleine Glühbirnchen an. Nein, nicht das im Kühlschrank 😉 .

Das Licht im Kopf geht an, da fällt einem ein, dass man da doch erst kürzlich was gesehen hat… im Internet, auf Instagram… Beim Food Foto Workshop 2015 traf ich Marilena Leavitt, eine Griechin die in einer Kochschule in USA lehrt. Unter @marilenaleavitt postet sie wunderbare griechische Snacks, unter anderem öfter mal Filo Teigtaschen. Und genau die fielen mir dann ein, als ich heute mittag zum zigten Mal in den Kühlschrank schaute.

Eigentlich arbeite ich nicht gern mit Filoteig, da meine Umgangsweise mit Teig etwas zu brachial ist für etwas so Zerbrechliches. Wenn man Filo nicht gut einölt, dann hat man unter Umständen einen Haufen Brösel in der Hand. Das mit dem Zusammenfalten hört sich auch immer einfacher an als es dann ist, aber ich rede mir dann ein, dass man daran dann erkennt, dass es hausgemacht ist 😀 .

Befüllt hab ich meine Filoblätter mit 1 Handvoll dicke weisse Bohnen (Dose), mit einer Gabel zu Mus zerdrückt, 1 Stück Feta light, über Kreuz geschnitten in 4 Dreiecke, ½ gelbe Paprika, sehr fein gewürfelt, ½ dünne Chorizo, in dünne Rädchen geschnitten, 2 TL Chiliflocken und etwas frischem gehacktem Koriander.

Jedes Filoblatt muss gut mit Öl eingepinselt werden (ich habe jeweils 2 Blätter pro Päckchen genommen, davon die Oberfläche eingeölt und nach dem Zusammenpacken dann die Aussenseite). Die Zutaten hab ich am linken unteren Ende mit etwas Rand draufgegeben, dann den rechten Teil des Teiges über den linken geklappt, und von da aus in Dreiecksform gefaltet.

Backofen auf 190°C Umluft vorheizen. Alle Teigdreiecke nochmals gut mit Öl bepinseln, auf ein Backblech geben und auf mittlerer Stufe 20 Minuten backen, bis die Teigtaschen Farbe bekommen haben. Vor dem Servieren eventuell nochmals leicht mit Öl bestreichen.

Meine Filopäckchen hab ich mit Crème légère zum Dippen serviert; in die Crème légère hab ich scharfe Sriracha Sauce gerührt.

Diese Spontanaktion hat sich auf jeden Fall gelohnt. Statt der dicken Bohnen kann man auch Hummus auf den Teig streichen, wer’s etwas schärfer mag, nimmt Harissa Paste, wer keinen Koriander mag, nimmt glatte Petersilie.

Ein relativ schnell zusammengestellter Snack, der nach Belieben gefüllt werden kann. Die Auswahl ist unendlich, ich bin mir fast sicher, dass jeder was in seinem Kühlschrank finden würde.

Zwei der Filopäckchen sind noch übrig, auf die freu ich mich schon morgen zum Büro Lunch.

So, zum Schluss möcht ich nochmal auf meine Bemerkung oben bezüglich der Unlust zum Schreiben zurückkommen.

Kürzlich sagte mir eine Freundin, dass sie sich gerne die Bilder in meinen Posts anschaut, aber beim Rezept immer denkt “Das ist mir zu kompliziert.“. Da fragt man sich dann, ob das womöglich alle Leser denken.

Und wie ich schon oben schrieb, mach ich lieber Fotos als Rezeptinstruktionen zu schreiben. Ich erkläre gerne, wie alles zustande kam, wie sich aus einer Idee eine Mahlzeit entwickelt hat, aber eben das konkrete Rezept aufzuführen, das ist meine unliebste Tätigkeit.

Ich würde mich freuen, wenn ihr mir dazu im Kommentarfeld Feedback geben würdet, ob euch Fotos und die Entstehungsgeschichte reichen, ohne konkretes Rezept!

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