Kürbis Gulasch Szegediner Art

Da bin ich wieder – und was soll ich sagen, es gibt schon wieder Kürbis… Wer genug davon hat, lässt diesen Post einfach sausen und kommt nächste Woche wieder, ich nehm es euch nicht übel und geb mir grösste Mühe dann keinen Kürbis zu machen!

Der November war irgendwie nicht so mein Monat; erst hat mich eine böse Erkältung erwischt, dann war ich zwei Wochen später immer noch schlapp, und das wo ich doch so viel Neues in der Küche ausprobieren wollte. Glücklicherweise hält sich Kürbis ja sehr lange, ich hatte ihn nämlich kurz vor meiner Krankheit schon gekauft. Das Sauerkraut gibt es abgepackt in der Gemüseabteilung, auch hier konnte also nichts schlecht werden.

Ich mag es ja, wenn es saisongerechtes Wetter hat, allerdings gerät bei mir immer etwas in Vergessenheit, dass Winter nicht nur schöne Schneelandschaft bedeutet – und auch das eher selten – sondern ein beissender Wind herrschen kann. Wer da keinen Glühwein parat hat, muss sich eben wie ich mit Comfort Food Wärme verschaffen.

Seit ziemlich langer Zeit wollte ich mal Szegedinger Gulasch machen, ein Rezept dafür hab ich von einer Freundin bekommen, die ungarische Vorfahren hat. Nur als ich dann endlich mal in die Pötte kam, es auch nachzukochen, konnte ich das Rezept nicht finden. In der Not hab ich das aus einem schon Ewigkeiten unbenutzt im Regal stehenden ungarischen Kochbuch gemacht.

Ein “echter” Szegediner Gulasch ist das allerdings nicht, wie der Titel schon andeutet. Ich wollte eine vegetarische Version ausprobieren. Warum? Ich hatte glaub ich auf dem Markt einen Riesenkübel mit verschiedenen Kürbissen gesehen, mich für keine Sorte entscheiden können und mir dann überlegt, was ich aus zwei Sorten machen kann. Mitgenommen hab ich einen kleinen Hokkaido und einen Butternut.

Dieses Rezept ist extrem einfach, und meine Kürbisversion hat durchaus gut geschmeckt. Würde ich es nochmal machen, würde ich allerdings ein paar Feinheiten verändern. Zum Beispiel würde ich etwas zermörserten Kümmel beim Anbraten mit ins Öl geben. Und ich würde auf jeden Fall etwas geräucherten Speck dazugeben, das macht echt viel aus für den Geschmack. Was mir auch gefehlt hat waren ein paar Kartoffeln, obwohl mit dem Kürbis ja schon genug Gemüse drin ist; ist wohl einfach eine persönliche Geschmackssache.

Übersehen hatte ich im Rezept übrigens, dass eine Tomate mit rein muss; die hab ich ersetzt durch Tomaten-Paprika-Paste, das war perfekt.

Sollte sich jemand an dieses Rezept ranwagen wollen und kein Vegetarier sein, empfehle ich auf jeden Fall die Zugabe von Räucherspeck.

Kürbis Gulasch Szegediner Art

  • Servings: 4-6
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300 g Hokkaido, entkernt und geschält
300 g Butternut, entkernt und geschält
1 grosse Zwiebel, fein gehackt
50 g Butter
½ TL Gewürzpaprika
Salz
1 rote Paprikaschote
1 EL Tomaten-Paprika-Mark
500 g Sauerkraut aus der Tüte, milchsauer
100 g saure Sahne
20 g Mehl

Kürbis in 2 cm grosse Würfel schneiden. Paprika entkernen und in 1 cm grosse Würfel schneiden.

Butter in einem Topf erhitzen und die feingehackte Zwiebel darin anschwitzen, von der Herdplatte nehmen und mit Gewürzpaprika bestreuen, gut umrühren, dann das Tomaten-Paprika-Mark unterrühren.

Kürbis und Paprika zufügen und zugedeckt halbgar schmoren, ab und zu durchrühren bzw. wenden.

Sauerkraut dazugeben und so viel Wasser zugeben, dass alles im Topf abedeckt ist. Bei mittlerer Hitze fertiggaren.

Zum Schluss das Mehl mit der sauren Sahne glattrühren und unter das Gulasch rühren.

 

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